Rückblicke

Manchmal ist es gut zu wissen, was man verpasst hat...

Gemeinsamer Gottesdienst

Gut besucht war der gemeinsame Gottedienst im APZ St. Anna am Sonntag, 21. Juli 2019.

Gottesdienst im Innenhof von St. AnnaDer von St. Anna und Vertretern des Gemeindeteams zusammen vorbereitete Gottesdienst im schönen Innenhof des Alten- und Pflegezentrums fand viel Zustimmung. Dazu trug auch der Kirchenchor unter der Leitung von Herrn Schmalstieg erheblich bei. Ebenfalls kamen die vorgetragenen Texte und die Predigt von Pfarrer Zerrer gut an. Herr Mühlhausen, der Einrichtungsleiter des Zentrums, bedankte sich für die gute Zusammenarbeit und lud anschließend zum KirchenT mit Getränken und Kuchen ein, was von vielen dankbar angenommen wurde. Sicherlich wird der gemeinsame Gottesdienst von Unserer Lieben Frau und dem APZ St. Anna in den kommenden Jahren zu einer Tradition werden.

Wallfahrt der Seelsorgeeinheit

Allerheiligen war unterwegs nach Allerheiligen.

Samstagmorgen 9.00 Uhr: Der Doppeldeckerbus startet mit 67 Wallfahrer*innen – bunt gemischt, Jüngere und Ältere, aus allen Gemeinden der Seelsorgeeinheit – in Richtung Schwarzwald. Petrus meint es gut mit uns, es ist trocken und angenehm warm.

Die Weggeschichte von Rut und Noomi im Alten Testament begleitet uns bei der ersten Station auf der A 5 zwischen Baden-Baden und Achern.

Angekommen in der Klosterruine Allerheiligen nimmt uns die bewegte Geschichte der alten Mauern in Bann. Ein passender Ort für die zweite Station, in der wir den Spuren der ersten Jüngerinnen und Jünger Jesu folgen, die sich rufen, senden und sammeln lassen.

Nach so viel „Futter“ für Geist und Seele lassen wir uns das leckere Essen in der Klostergaststätte so richtig schmecken. Und dann brechen wir auf in unterschiedlichen Gruppen zu Spaziergängen und einer Wanderung über den Sagenweg, die Engelskanzel bis zum Fuß der Allerheiligen-Wasserfälle, die wir dann – die Natur bestaunend – heraufsteigen.

Die Rückfahrt unterbrechen wir in Fautenbach. In der dortigen Jugendkirche erleben wir zwei engagierte Jugendliche, die uns „ihre“ Kirche vorstellen und beschließen die Wallfahrt mit der dritten Station. „Wohin sind wir gesandt? Wie versuche ich persönlich in meinem Alltag Jesu Spuren zu folgen?“ Einige Mitfahrende bezeugen dies eindrucksvoll.

18.15 Uhr Rückkehr in Karlsruhe: erfüllt, dankbar und mit neuen „Bekannten“.

Sommerfest in der KiTa Herz Jesu

Die Kinder aus der Kindertagesstätte Herz Jesu feierten am Tag des Patroziniums ihr Sommerfest.

Am 30. Juni feierte die Gemeinde Herz Jesu in der Nordstadt ihr Patrozinium (Namensfest) und die Herz Jesu Kinder waren für die Vorbereitung des Gottesdienstes verantwortlich, der in einer vollen Kirche und mit kindlichem Charme von Pfarrer Otto für Freude sorgte. Nach dem kurzweiligen Gottesdienst und bei Sonnenschein ging es in den angrenzenden Krippenbereich der KiTa Herz Jesu weiter, wo allerlei Aktivitäten und Leckereien warteten. Gemeinsam mit dem Elternbeirat wurden neben Flammkuchen und Popcorn, diverse Programmpunkte für Groß und Klein angeboten.

Tatort Cani: heiße Tage in ULF

Am 29. und 30.06.2019 fand das 76. Pfarrfest in der Südstadt statt.

Wir feierten wieder zusammen mit dem Kinder- und Familienzentrum Canisiushaus ein Pfarr- und KiTa-Fest. Von Donnerstag bis Montag waren scharenweise fleißige Helfer im Cani unterwegs, die von „A“ wie Aufbau über „K“ wie Kochen bis „Z“ wie Zapfen jede Menge zu tun hatten und mit ihrem freiwilligen Einsatz ein solches Fest erst möglich machten.

Cani 2019 (1).Aus.I.kl..jpgDie Kinder unserer KiTa eröffneten wieder mit fröhlichem Gesang das Fest am Samstag. Dann gab es Kinderschminken, Karussell, Spielstraße und Kasperle für die Kleinen und Essen und Trinken aus der ‚Bierpfütz‘ und der kalten Küche, Eis, Kaffee und Kuchen, Lose für die Tombola, Festmusik für die Kleinen und die Großen. Für jeden war etwas dabei und alle schwitzten ordentlich. Doch so richtig heiß sollte es erst am Sonntag werden.

Nachdem das Fest am Samstag in der Bar im Clubraum ausklang, durften wir am Sonntag einige besondere Gäste begrüßen. Neben den Schatzsuchern, die mit Pfarrer, Ministranten und Ton-Art den Gottesdienst auf dem Festgelände gestalteten, kam noch die Polizei mit Spurensicherung. Was war passiert? Ein paar besonders freundliche Mitbürger hatten in der Nacht den Tresor im Kindergarten geklaut. Da wir davon nicht völlig überrascht waren, die „Gäste“ hatten sich bereits zuvor angekündigt, hielt sich der finanzielle Schaden in Grenzen. Was blieb war Sachschaden, eine Menge Ärger und Helfer, die, statt grillen zu können, eine Aussage machen mussten. Und ein aufgebrochener Tresor, der sich im Grünstreifen wiederfand. Der Rest ist schnell erzählt: Die drückende Hitze am Sonntag ließ die Zahl der Gäste überschaubar bleiben. Unsere Rouladen waren unter den Anwesenden zwar sehr geschätzt, hätten aber noch einige Esser mehr gebrauchen können. Gegen Abend fanden noch einmal zahlreiche Gäste den Weg ins Cani. So können wir mit dem Umsatz doch noch zufrieden sein, auch weil kühle Getränke durchaus sehr gefragt waren. Das Schwitzen hat sich gelohnt. Vielen Dank allen, die sich wieder mal im Cani engagiert haben.

Spendenlauf

Der Kindergarten St. Matthias auf dem Aktivspielplatz in der Nordweststadt.

Für die Kinder des Kindergarten St. Matthias gab es am 17. Mai einen Spendenlauf, organisiert vom Förderverein des Kindergartens. Dafür kamen vorab 1500 Euro als Spende von der BBBank. Das Geld sicherte die Ausstattung jedes der 50 teilnehmenden Kinder mit einem bedruckten T-Shirt, einem Getränk und einem Textil-Aufkleber für Zählstriche.

Die Kinder liefen mit so viel Spaß und Ehrgeiz auf dem 100 m langen Kurs, dass einige der Sponsoren, die alle einen bestimmten Betrag pro Runde zugesagt hatten, schon beim Zuschauen ins Schwitzen kamen.

Nach einer Stunde waren 1650 Euro erlaufen. Es war ein schöner Nachmittag auf dem Aktivspielplatz der Nordweststadt. Eltern und Erzieherinnen freuten sich mit den Kindern, tauschten sich aus und genossen belegte Brötchen, Bratwürste und Getränke. Die Kinder nutzen in der Zwischenzeit unermüdlich die vielen Spielgeräte der großen Spiellandschaft.

Klausurwochenende

Gemeinsames Wochenende des Gemeindeteams St. Konrad / Heilig Kreuz in Bühl.

Das Gemeindeteam traf sich vom 10. bis 11. Mai im Kloster Bühl. Auf dem Programm stand die Beschäftigung mit der Bibelstelle von der Aussendung der Jünger, ihren Erfahrungen und ihrer Rückkehr zu Jesus. „Kommt und ruht ein wenig aus“, so die Einladung für den Freitagabend. Die Mitglieder des Teams setzten sich damit auseinander, wo sie zur Ruhe kommen und wo ihre Quellen liegen. Nach einer Meditation über die Frage: „Was nährt mich, wie das Wachs einen Kerzendocht?“ wurden eigene Windlichter gestaltet.

Am Samstag gingen die Teilnehmer buchstäblich an der Bibelstelle von der Aussendung entlang, da diese auf dem Boden ausgelegt war und man sich an der Stelle positionieren konnte, von der man sich angesprochen fühlte. Bei einem „Emmausspaziergang“ zu zweit konnte man sich über die eigenen Gedanken austauschen. Nach dem Mittagessen wurde die gemeinsame Zeit mit einem Gruppengottesdienst abgerundet.


Das Team hat die gemeinsame Zeit genutzt zum Auftanken und zur Pflege der Gemeinschaft und ließ sich neu inspirieren für die weitere gemeinsame Arbeit.

Ausflug der Erstkommunionkinder

Mit der Straßenbahn zum Turmberg.

St. Bonifatius / Herz Jesu • Am Montag nach dem weißen Sonntag im Anschluss zum Dankesgottesdienst ging es für die Erstkommunionkinder und ihre Familien mit der Straßenbahn nach Durlach. Der weibliche Teil der Gruppe entschied sich für die Turmbergbahn, während die jungen Männer und Väter in flottem Tempo den Fußweg des Turmberges nahmen und zeitgleich mit der Bahn auf der Aufsichtsterrasse ankamen. Auf dem Abenteuerspielplatz wurden zunächst die Picknickdecken ausgepackt und alle mitgebrachten Speisen geteilt. Für die Kinder gab es dann kein Halten mehr und es ging auf den Spielplatz. Zwischen Steine klopfen, Matsch sammeln und im Wald spielen ergaben sich zahlreiche neue Freundschaften. Für die Eltern war es schön, die Erstkommunionvorbereitung und das große Fest Revue passieren zu lassen und über „Gott und die Welt“ zu reden.

Daraus ergab sich auch das Bedürfnis, sich weiterhin zu treffen. Ende Mai fand das erste Treffen des aus einigen Familien der Erstkommunionkindern entstandenen Familienkreises im Waldheim in Durlach statt. Sieben Familien und 15 Kinder vergnügten sich dort im Wald und im Planschbecken, während die Erwachsenen einen entspannten Nachmittag mit Grillen und Chillen verbrachten. Es war ein gelungener Auftakt für hoffentlich noch viele Treffen des neuen Familienkreises.

Kindermalwerkstatt

Ein Kinder-Kunst-Projekt mit dem Thema „Wo wohnt Gott?“

Haben Sie sich eigentlich schon mal die Frage gestellt, wo Gott eigentlich wohnt und wie es dort wohl aussieht?

Die Vorschulkinder des Kindergartens St. Peter und Paul haben über diese Frage bereits nachgedacht und haben ihre Vorstellungen kreativ umgesetzt. Der Anlass dazu war eine Einladung der Kindermalwerkstatt Kind & Kunst. Dort lief das Projekt mit dem Thema „Wo wohnt Gott?“, zu dem viele Karlsruher Kinder, Jugendliche und Erwachsene unterschiedlicher Religion und Herkunft eingeladen waren, um ihre Gottesvorstellungen zu ergründen.

Das Projekt fand im Rahmen der „Karlsruher Wochen gegen Rassismus“ statt. Ziel des Projekts war es in den vielen Unterschiedlichkeiten der Teilnehmer das Bewusstsein für Gemeinsamkeiten zu stärken. Auch die 14 Vorschulkinder sind unterschiedlicher Herkunft und Religion. Sie durften an zwei Terminen im März die Kindermalwerkstatt in der Gablonzer Straße besuchen. Gemeinsam mit der Leiterin Frau Weiß kamen sie erst ins Gespräch über ihre Gottesvorstellungen. Dabei entwickelten die Kinder den Gedanken, dass Gott eigentlich überall wohnt, in der Natur und bei den Menschen. Außerdem betrachteten sie Bilder von verschiedenen Gotteshäusern, wie Kirchen, Moscheen und Tempel. Diese Gebäude hinterließen einen bleibenden Eindruck bei den Kindern, denn als sie später selbst kreativ werden durften, war das Motiv des Hauses das zentrale Element ihrer Bilder. Mit Pinsel, Farbe und klebenden Mais-Sticks gestalteten sie auf großen Formaten bunte Häuser und Gärten. Sie waren hochkonzentriert und mit großem Eifer bei der Arbeit. Die Kinder waren sehr stolz auf ihre Werke und hatten großen Spaß an der Gestaltung. Am liebsten hätten sie noch mehr gemalt und ihre Bilder sofort mit nach Hause genommen. Doch die Bilder mussten natürlich erst noch trocknen und wurden außerdem noch für die kommende Ausstellung gebraucht.

Und genau zwei Monate später im Mai wurden die Kinder nochmal in die Kindermalwerkstatt eingeladen. Diesmal nicht als Maler, sondern als Gast der Ausstellung. Alle Werke wurden ausgestellt und konnten gemeinsam mit vielen anderen Gästen betrachtet werden. Es waren eindrucksvolle Werke dabei: goldene Reliefs aus Nudeln, leuchtende Fensterbilder und großartige Styroporgebilde. Staunend gingen die Kinder durch die Räume und mit großer Freude beendeten sie ihren Rundgang am gerichteten Büffet mit Getränken, Brezeln und Keksen. Die Kinder waren sich einig: das war ein tolles Projekt!

Priesterjubiläum

Feierlicher Gottesdienst an Christi Himmelfahrt zum 65-jährige Priesterjubiläum von Pfarrer i.R. Wolgang Meny.

An seiner großen Bereitschaft, sich immer wieder in den Dienst nehmen zu lassen, wird deutlich dass sein Primizspruch: „Dient den Herrn in Freude“ bis heute aktuell ist und gelebt wird. Dankesworte wurden von Pfarrer Zerrer, dem Gemeindeteam St. Peter und Paul und dem Adoremus-Team gesprochen.

Würdiger Gottesdienst zum Priesterjubiläum

Das 60-jährige Priesterjubiläum von Pfarrer i.R. Alfons Bechtold wurde in der Liebfrauenkirche gefeiert.

DSC00139.I.kl.jpgDie große Zahl der Gottesdienstbesucher am Sonntag, 02. Juni 2019, zeigte, dass es ein besonderer Gottesdienst war. Viele wollten Pfarrer Bechtold für seine 22-jährige Tätigkeit in der Südstadt Dank sagen. Neben Pfarrer Achim Zerrer und Pfarrer Bechtold zelebrierten auch die Pfarrer i.R. Wendelin Geier und Wolfgang Meny mit und gaben somit der Eucharistiefeier einen großen Rahmen.

Am Ende ergriff Pfarrer Bechtold das Wort; dabei erinnerte er sich an seine Zeit als Priester - vor allem in der Liebfrauengemeinde - und sprach Dankesworten aus.

Im Anschluss traf man sich bei bestem Wetter im Außengelände des Canisiushauses zu einem kleinen Umtrunk und vielen Gesprächen. 

 

Klausurwochenende

Das Gemeindeteams St. Konrad / Heilig Kreuz war zu Besuch im Kloster Bühl.

Das Gemeindeteam St. Konrad / Heilig Kreuz traf sich vom Freitag, 10. bis Samstag, 11. Mai im Kloster Bühl zu einem Klausurwochenende. Auf dem Programm stand keine inhaltliche Arbeit, sondern die Beschäftigung mit der Bibelstelle von der Aussendung der Jünger, ihren Erfahrungen und ihrer Rückkehr zu Jesus. „Kommt und ruht ein wenig aus“, so die Einladung für den Freitagabend. Die Mitglieder des Teams setzten sich damit auseinander, wo sie zur Ruhe kommen und wo ihre Quellen liegen. Nach einer Meditation über die Frage: „Was nährt mich, wie das Wachs einen Kerzendocht?“ wurden eigene Windlichter gestaltet. Am Samstag gingen die Teilnehmer buchstäblich an der Bibelstelle von der Aussendung entlang, da diese auf dem Boden ausgelegt war und man sich an der Stelle positionieren konnte, die einem ansprach. Bei einem „Emmausspaziergang“ zu zweit konnte man sich über die eigenen Gedanken austauschen. Nach dem Mittagessen wurde die gemeinsame Zeit mit einem Gruppengottesdienst abgerundet. Das Team hat die gemeinsame Zeit genutzt zum Auftanken und zur Pflege der Gemeinschaft und ließ sich neu inspirieren für die weitere gemeinsame Arbeit.

 

Maria 2.0

Frauen aus Knielingen schließen sich dem "Kirchenstreik" an.

Am Sonntag, 12. Mai, haben sich einige Frauen auf dem Kirchplatz am „Kirchenstreik“ der Maria 2.0 Bewegung beteiligt und dort vor der Kirche Wortgottesdienst gefeiert. Mit dieser Aktion soll auf die Ausgrenzung von Frauen, homosexuellen Menschen und Geschieden-Wiederverheirateten hingewiesen werden, die schonungslose Aufdeckung der Missbrauchstaten gefordert und ein Zeichen gesetzt werden, dass sich einiges in unserer Kirche ändern muss, damit wir Frauen weiter aktiv sind. Bei dem meditativen Tanz nach dem Gottesdienst der Gemeinde reihten sich noch einige der Gottesdienstbesucher ein und so war ein gemeinsamer Abschluss und gute Gespräche und Diskussionen möglich.

Ausflug der Erstkommunionkinder

Das Gemeindeteam St. Peter und Paul organisiert einen Ausflug in den Zoo.

Zum Abschluss der Erstkommunionsvorbereitung und nach der Feier der Erstkommunion fand gemeinsam mit den Kindern ein Ausflug in den Zoo statt. In kleinen Gruppen erkundeten die Kinder den Zoo. Regelmäßige Treffpunkte waren bei den Tieren, die gefüttert wurden. So waren zum Beispiel alle erstaunt, wie laut das Otterpärchen war, das auf Futter wartete. Das eine oder andere Vesperbrot wurde mit den Karpfen und Enten geteilt, eine Ziege verwechselte die langen Haare mit Futter und zum Abschluss wurde mit vereinten Kräften eine störrische Ziege, die aus dem Gehege floh, wieder eingefangen und zum Zurückgehen bewegt. Es war ein sonniger und schöner Tag, der die eine und andere neu geschlossene Freundschaft noch bekräftigte.

Auf den Spuren der Citypastoral in Paris

Wie kann Kirche-Sein in der Stadt gelebt werden?

Mit diesem Blickwinkel startete die Projektgruppe „beGEISTert Christsein“ am 4. Mai für ein Wochenende nach Paris.

Madeleine Delbrel, die „Apostolin der Straße“, ist unsere erste Anlaufstelle. Der Pariser Vorort Ivry ist auch heute noch eine ärmere Gegend mit einfachen Wohnblocks und kulturell vielfältiger Bevölkerung. Dort gab Madeleine in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in einer kommunistisch geprägten Umwelt mit ihrem Leben Impulse, die heute aktueller sind denn je: In Gemeinschaft leben; sich um das Evangelium und zum Gebet für die Welt versammeln; jeden Tag fragen, was Gott heute mit mir vorhat; Zelle der Liebe für andere sein; Gastfreundschaft gewähren; Einheit in der Vielfalt der Menschen leben. In der Kirche „Sainte Croix“ treffen wir auf engagierte Christ*innen, die dies heute zu leben versuchen.

Weiter geht’s in die Kirche St. Gervais in der Innenstadt von Paris. Ein Ort, der durch die Gemeinschaft der Schwestern und Brüder von Jerusalem geprägt ist. Wir feiern die Vesper und die Abendmesse mit, eine wunderschön gestaltete Liturgie mit vierstimmigen Gesängen. Sie zieht viele Menschen an, die hier zur Ruhe kommen und Kraft schöpfen können. Am Sonntag schauen wir in „Sainte Merry“ vorbei, auch im Herzen von Paris gelegen, unscheinbar eingefügt in einen Häuserblock, direkt neben dem Centre Pompidou. Viele Passanten laufen vorbei. Wir werden gastfreundlich von Ehrenamtlichen und Pfarrern empfangen, die uns erzählen, wie sie versuchen, Menschen auf Gott und das Evangelium neugierig zu machen. Da gibt es in der Kirche eine Ausstellung mit Zeichnungen einer jungen Künstlerin. Da bekommen Bedürftige etwas zu essen. Da wird rund um einen einfachen Tisch mitten in der Kirche Liturgie gefeiert. Viele können sich beteiligen, und wer Lust und Zeit hat, kann den Gottesdienst mit vorbereiten. Ehrenamtlich Mitarbeitende halten die Predigt. Zur Kommunionausteilung werden Mitfeiernde angesprochen. Wir wurden herzlich begrüßt und durften uns gleich mit einer frei formulierten Fürbitte beteiligen.
Natürlich haben wir auch das Flair auf den Straßen, die französische Zwiebelsuppe und den Rotwein genossen. Mit vielen Eindrücken und gestärkt für unser Engagement in Karlsruhe kommen wir am späten Sonntagabend zurück.

„Ein großes Geschenk“

20 Jahre Frauenwochenenden in der Seelsorgeeinheit Allerheiligen

Bettina Wissert ist Pastoralreferentin in der Schweiz und hat das Frauenwochenende der Pfarreien St. Bonifatius und Herz Jesu vor 20 Jahren ins Leben gerufen. Sie erzählt von den Anfängen bis heute. Wo haben Frauen, die sich in den beiden Pfarreien St. Bonifatius und Herz Jesu engagieren, einen Ort, um Energie, Kraft, aber auch inhaltlich für ihr ehrenamtliches Engagement aufzutanken? Diese Frage stellte ich mir im Laufe meines ersten Ausbildungsjahres zur Pastoralreferentin. Den entscheidenden Impuls für die Idee zu einem Frauenwochenende für jüngere Frauen erhielt ich auf einer Fortbildungswoche im Rahmen meiner Ausbildung. Bald stand das Konzept. Es stieß bei vielen Frauen auf Interesse. Im Februar 2000 fuhren elf Frauen aus beiden Pfarreien, die sich nur teilweise kannten, in die Frauenkurklinik St. Anna nach Bad Griesbach. Bibeltexte zum Thema „loslassen“, meditative Tänze, kreatives Gestalten des Themas und ein gemeinsamer Gottesdienst, Zeit zum Schwimmen im Thermalbad und ein Spaziergang waren der Inhalt des Wochenendes. Am Ende hieß es einstimmig: Fortsetzung folgt. Auch wenn inzwischen die Orte des Frauenwochenendes gewechselt haben, neue Frauen dazugekommen sind, andere nicht mehr mitfahren, zwei aus dem Kreis verstorben sind: Das Grundprinzip des Wochenendes ist gleich geblieben. Für viele Frauen ist das Wochenende zu ihrer jährlichen geistigen und geistlichen Tankstelle geworden. Sie schätzen es, in einem vertrauten und gleichzeitig offenen Kreis zur Ruhe zu kommen und einen gemeinsamen Weg miteinander zu gehen. Die Verbindung der Bibeltexte mit ihrem eigenen Leben und ihrem Alltag zeigt ihnen die Verbindung von Glaube und Leben auf. „Man geht miteinander, es gibt Unterstützung. Ich konnte viele persönliche Erfahrungen mit mir selber machen.“, so eine der Frauen. „Es ist wichtig, eine Gruppe zu haben, wo man inhaltlich und gefühlsmäßig etwas mitnehmen kann. Es ist wichtig, sich über den Glauben auszutauschen, miteinander einen Weg zu gehen.“, so eine andere Frau. Der gemeinsame Gottesdienst am Ende ist ein wichtiger, intensiver und emotionaler Bestandteil. Er ist „Höhepunkt, das i-Tüpfelchen“, ein „Aussenden in den Alltag“. Eine Frau formulierte es vor einigen Jahren einmal so: „Ein Anfang auf einem Weg dahin, wie ich mir Gottesdienste vorstelle: Dass sie etwas mit mir und meiner Situation zu tun haben. Wichtig ist für mich, dass es in diesen Gottesdiensten etwas für Kopf, Herz und Hand gibt.“ 20 Jahre Frauenwochenenden heißt auch 20 Jahre gegenseitige, bereichernde Begleitung und Freundschaft. Ein großes und kaum zu erfassendes Geschenk. Aus einem zarten Pflänzchen ist ein stabiler Baum geworden, der Frauen hilft, ihren Glauben bewusst und reflektiert zu leben und mit ihrem Alltag und ihrem Leben zu verbinden. (Bettina Wissert)

In der Seelsorgeeinheit Allerheiligen gibt es noch ein zweites, langjähriges Frauenwochenende sowie viele Angebote für interessierte Frauen. Weitere Informationen finden Sie hier.