Rückblicke

Manchmal ist es gut zu wissen, was man verpasst hat...

Handysammelaktion

St. Konrad / Hl. Kreuz

Im Frühjahr 2019 wurden in beiden Kirchen 150 Handys gesammelt und an Missio gespendet. Missio sagt nun Danke für 140.000 (!) Handys, die im Rahmen der Aktion Schutzengel bis zum Jahresende 2019 eingegangen sind. In ihnen steckt ein wahrer Schatz: Rund drei Kilogramm Gold, über 20 Kilogramm Silber und eine Tonne Kupfer, die durch Recycling wieder nutzbar gemacht werden und die Umwelt entlasten. Alle Handyspendenden haben dazu einen kleinen Beitrag geleistet.

Nachruf Peter Zeidler

St. Konrad / Hl. Kreuz

Am 24. Januar verstarb Herr Peter Zeidler im Alter von 89 Jahren. Seit 1972 lebte die Familie in der Gemeinde Heilig Kreuz, später in der Nordweststadt. Zuletzt war Herr Zeidler im betreuten Wohnen in Baden-Baden, um in der Nähe seiner Tochter zu sein.

Herr Zeidler und seine ganze Familie waren in der Gemeinde sehr engagiert. Neben PGR, Kirchenchor, Schola, Kommunionhelfer- und Lektorendienst betreute Herr Zeidler mit viel Zeit und Engagement unsere Pfarrbücherei, die er kontinuierlich ausbaute. Für all seinen Einsatz, den er stets auf freundliche, fröhliche, zuvorkommende und bescheidene Weise erfüllte, sagen wir ein herzliches Vergelt´s Gott.

Aus dem Nachruf des Büchereiteams: „Herr Zeidler war in der Bücherei Heilig Kreuz mehr als 46 Jahre ehrenamtlich tätig. Das entspricht etwa drei Generationen lesender Kinder und Jugendlicher, die er ans Lesen heranführte und mit Büchern und Medien versorgte. Mit seiner frohen und liebenswerten Art wurden seine Leserinnen und Leser betreut und beraten. Er schuf damit im Gemeindeleben einen besonderen Ort der Begegnung. Herr Zeidler war ein großartiger Mensch, ein echter Menschenfreund, den wir in dankbarer Erinnerung behalten werden. Jetzt möge er ruhen in Frieden und Gottes Nähe erfahren.“

Nachruf Angelika Pedicillo

St. Stephan / Unsere lieben Frau

Vergießt keine Tränen, erinnert euch heiter an unsere gemeinsame Zeit. In euren Herzen lebe ich weiter, hinterließ diese Zeilen euch zum Geleit. Dieses Zitat eines Liedes hat Angelika Pedicillo sehr gut gefallen und es passt gut zu ihr.

Wir betrauern den plötzlichen und unerwarteten Tod unserer langjährigen Einsatzleiterin der organisierten Nachbarschaftshilfe. Angelika Pedicillo hat sich immer sehr engagiert für die Nachbarschaftshilfe eingesetzt. Sie ist am 16. Januar im Alter von 63 Jahren verstorben. Wir werden sie in guter und dankbarer Erinnerung behalten und sprechen ihren Angehörigen unser tiefes Mitgefühl aus.

 

Aktion des Familienkreises

St. Peter und Paul

Am Sonntag, 09. Februar, fand nach dem erklärenden Gottesdienst für die Erstkommunionkinder im Gemeindesaal von Peter und Paul ein gemeinsames Essen für die Erstkommunionfamilien und alle anderen im Gottesdienst anwesenden Familien statt. Organisiert wurde das Treffen vom Familienkreis, der sich aus einigen Erstkommunionfamilien im letzten Jahr gegründet hat. Nach einem gemeinsamen rhythmischen Tischgebet mit Schnipsen konnte es losgehen! Da das Essen auf Spendenbasis angeboten wurde, konnte auch jede(r)) teilnehmen.

Für die Kinder gab es verschiedene Aktionen wie Maltische mit Wasserfarben sowie Bewegungs- und Gruppenspiele, die auch für die Erwachsenen geeignet waren. Das unbestrittene Highlight für die Kinder war die Möglichkeit, Seifenkisten selbst zusammenzubauen und draußen auch zu nutzen. Die Erwachsenen konnten die entspannte Atmosphäre genießen, um gemütlich beisammenzusitzen, sich auszutauschen oder sich an die Gruppenspiele zu wagen. So wurden viele neue Bekanntschaften geschlossen und es wurde Gemeinschaft gepflegt.

Das nächste Treffen des Familienkreises findet am 08. März statt. Dann werden wir uns mit dem Thema Fastenzeit auseinandersetzen. Infos und Anmeldung für den Mailverteiler: familienkreis_2019_karlsruhe@web.de

Neues vom Stephanschor

St. Stephan

Nach zwölf Jahren als Vorstand hat Uwe Kiemle bei der Chorversammlung des Stephanschores am 30. Januar den Vorsitz an seinen bisherigen Stellvertreter Martin Peters übergeben. Chorleiter Patrick Fritz-Benzing und Präses Hubert Streckert dankten mit allen Mitgliedern des Chores Uwe Kiemle für seinen wichtigen, langjährigen Dienst und wünschten Martin Peters alles Gute und Gottes Segen. Kiemle blickte in seinem letzten Jahresbericht auf die Aktivitäten des Chores im Jahr 2019 zurück. Die Konzerte und die Gestaltung zahlreicher Gottesdienste sowie die Diakonenweihe in St. Stephan prägten den Jahresablauf, hinzu kamen gesellige Treffen wie Chorfest und Chorausflug sowie zwei Sommerstammtische. Regine Schröder wurde als Schriftführerin genauso bestätigt wie Thomas Leiber als Kassenwart. Als Beisitzer im Vorstand wurden Anja Buff, Lina Hoscislawski, Iris Kastl und Volkhart Erdmann wiedergewählt sowie Dieter Klink neu hinzugewählt.

Vortrag kfd

Heilig Kreuz

Die Frauen organisierten am 28. Januar einen Vortrag über die Beiertheimer Tafel im Gemeindehaus. Der interessante Vortrag hat uns hinter die Kulissen der Beiertheimer Tafel blicken lassen und gezeigt, wie viele Menschen auf Hilfe angewiesen sind, und wie wichtig es ist, etwas zu tun. Angeregt durch den Vortrag, wollen wir auf die roten Kisten in den Kirchen, die anscheinend mit der Zeit in Vergessenheit geraten sind, erneut und vermehrt hinweisen. Deshalb möchten wir die Gelegenheit nutzen und um Spenden bitten: Konserven, Kaffee, Tee, Nudeln, Schokolade usw. werden gerne genommen, besonders auch Körperpflegemittel werden benötigt. Diese Spenden können Sie in die roten Kisten legen, die regelmäßig von Mitarbeitenden der Tafel geleert werden.

ULFer Fasnacht 2020: Die goldenen 20er-Jahre

Auch 2020 feierten im Cani viele die Ulfer Fastnacht begeistert und in bester Stimmung!

Büttenrede 208.I.kl.jpgUnter dem Motto: „Mit Boa oder Charleston-Kleid, macht euch zur Revue bereit. Die goldenen 20er sind längst vorbei, jetzt kommt die Zeit der Narretei. Ob Handy oder Grammophon, im Canisaal stimmt jeder Ton“ feierten ca. 180 Narren aus ULF und ganz Allerheiligen fröhlich. Der große Gatsby führte zusammen mit der goldenen Wendy, der Charleston Lady Isabel, Charly Chaplin und Butler James durch das Programm. Dabei verließ er sich wie immer auf seine große Klappe und darauf, dass er den ein oder anderen guten Gag geschrieben bekommt. Er hatte Glück, die Rechnung ging auf.

Das Bühnenbild und die Dekoration im Saal war goldener als sonst, aber trotzdem fröhlich bunt. Am Anfang des Programms sorgte das Mottolied: „Wir ULFer feiern Fastnacht und die zwanzger Jahre froh, hollari, hollari, hollaro“, schon mal für Stimmung und Töne aus den alten Zwanzigern. Und dann wurden noch einige Lieder aus der Zeit mit Gesang und Piano geschmettert. Die ULFer Kirchenbengel, die sich für die Fastnacht zu einem Kurzcomeback bewegen ließen, bewiesen, dass sie auch im Ruhestand noch ordentlich für Stimmung sorgen können. „die feder“ bot mit Ihrem Stück „Kühl“ Übersetzungshilfen für Gallizismen und Anglizismen humorvoll an. Aus der Bütte wurde zunächst die „gute alte Zeit“ gewürdigt, bevor AL Capone die Parallelen und Unterschiede der 1920er und 2020er vortrug (wie kommt man mit immer weniger Kneipen an Schutzgeld?). Der letzte Redner in der Bütt, hatte dann wieder beschlossen: Früher war es besser! Zumindest sehr lustig war es, davon zu hören. Natürlich wird bei der ULFer Fastnacht auch getanzt. Der Showtanz gefiel nicht nur den Herren sehr gut. Als ULFer Garde wurden die Mädels vom Männerballett vertreten. Auch das sah gut aus, wenn auch anders. Echte Tanzprofis standen mit dem Tanz-Duo auf der Bühne und brachten das Publikum zum Toben. Die Vier hatten keine Zeit etwas vorzubereiten, sie waren zu sehr damit beschäftigt, sich selbst für 20 Jahre zu feiern. Oder waren die Playback-Einlagen auf der Reise durch 20 Jahre gar nicht spontan? Aber wer gedacht hatte, er könne sich im Saal ausruhen, hatte sich getäuscht. Unsere Charleston-Instructorin hatte extra 20 Revuegirls engagiert, die dem Publikum nicht nur den Charleston schmackhaft machten. Anschließend waren alle noch mehr gefordert. Emil Stark, der den Abend schon mit einer Schunkelrunde in Schwung gebracht hatte, spielte zur Polonäse auf. Nach dem Programm brachte er mit stimmungsvoller Musik noch viele zum Tanzen. Den größten Magier der Welt hatten wir auch engagiert. Zusammen mit seiner (v)erzaubernden Assistentin brachte er das Publikum mit Zauberei und Akrobatik zum Staunen. Politisch wurde es auch noch, das Führungsduo der Blauen (Alkohol Für Deutschland) zeigte in einer Wahlkampfrede echte Alternativen für Deutschland auf. Wäre am Sonntag danach Wahl gewesen, hätten sie mit einer Mehrheit in und um die Südstadt sicher rechnen können. Zum Finale feierte die ULFer Fastnachtshymne zu den Klängen von Sierra Madre stimmungsvoll Premiere. Wer nicht das Tanzbein schwang, stärkte sich noch mit dem kulinarischen Renner des Abends, dem Wurstsalatweck, oder an der Bar mit einem Getränk.                

Auch 2020 wird im Canisiushaus investiert

Nachdem im Jahr 2019 wegen Brandschutzmaßnahmen erhebliche Mittel investiert werden mussten, standen und stehen auch 2020 notwendige Renovierungen an.

P1010839.I.kl.jpgIm Canisiushaus wird fast immer gebaut, repariert oder renoviert. Im Januar und Februar wurdeP1010833.I.kl.jpg der Eingangsbereich des Canisiushauses neu gestaltet. Eine im Jahr 2019 abgestorbene Fichte (wegen Trockenheit 2018/19) musste gefällt werden. Das Holz der Fichte wurde nun als "Pflaster" um die Hans-Sauter-Kirsche und Dieter-Schweiß-Bank eingesetzt.

Zwei Außentüren ins Untergeschoss wurden nach 54 Jahren durch neue stabilere Türen ersetzt. So bleibt der Vorstand des Canisiushausvereins ständig beschäftigt und sorgt dafür, dass das Haus seine vielfältige Aufgaben erfüllen kann. Weitere bauliche Maßnahmen sind schon wieder in Planung.

35. Thema bei "ULF entdecken"

"...und er sah, dass es gut war", so hieß das 35. Thema bei den thematischen Kirchenführungen in Unserer Lieben Frau seit 2010.

Seit Oktober 2010 - und damit seit fast zehn Jahren -  gibt es thematische Kirchenführungen mit Orgelspiel in der Liebfrauenkirche. Am Mittwoch, 29. Januar 2020, wurde die Entstehung der Welt und die Schaffung des Menschen - dargestellt im Joch I des Deckengemäldes über der Orgel - besprochen. In der Reihe "ULF entdecken - Ein Kleinod in der Südstadt" - früher "Kirche und Kunst - Wir lassen Bilder sprechen" genannt - wurden bisher 35 Kunstwerke bzw. Ausschnitte aus Kunstwerken thematisiert. Bei der Führung am 29. Januar kamen zehn Interessierte, darunter sechs Personen, die sich von der Werbung angesprochen fühlten, zum ersten Mal.

Die Reihe wird am 19. März 2020 fortgesetzt....

wählen - entscheiden - gestalten

Rückblick auf den Informationsabend „Ich bin dabei 2020?!“

Ein Motto, das schon ein bisschen herausfordert. Zeit für ehrenamtliches Engagement zu finden, ist nicht selbstverständlich angesichts der vielen Aufgaben und Dinge, für die wir schon jetzt Zeit aufwenden müssen. Aber manchmal ändert sich auch etwas. Ich kann eine bisherige Tätigkeit lassen und abschließen und bin wieder frei für etwas Neues. Ich kann mich etwas anders organisieren und dadurch einen Freiraum schaffen, für ein Engagement, das mich interessiert.

Am Mittwoch, 8. Januar, trafen sich beim Informationsabend im Gemeindezentrum St. Peter und Paul, zu dem der Pfarrgemeinderat eingeladen hatte, ca. 40 Menschen aus Allerheiligen, die sich vorstellen konnten, 2020 dabei zu sein. Und da war schnell so Einiges an Dynamik und Bewegung im Saal spürbar. Es gab ganz unterschiedliche Motivationen, mit denen die Teilnehmenden gekommen waren: Menschen, die bereits in Gremien der Seelsorgeeinheit engagiert sind und aus ihren reichhaltigen Erfahrungen erzählen konnten, was wir in der zurückliegenden Wahlperiode 2015 bis 2020 alles bewegt haben. Menschen, die an einer Mitarbeit interessiert waren, aber noch nicht so genau wussten, was für sie das Richtige ist. Menschen, denen die Kirche am Herzen liegt, und die sie verändern wollen und einfach mal neugierig waren, wo und wie dies zusammen mit anderen möglich sein könnte.

Welche Themen und Rahmenbedingungen waren den Teilnehmenden wichtig, um sich in guter Weise entscheiden zu können „Ich bin dabei 2020!“? Die vielen Antworten bildeten einen bunten Papierfächer in der Mitte des Raumes: Vertrauensvolle, demokratische Zusammenarbeit, Mitentscheidungsmöglichkeit, Einbringen der eigenen Fähigkeiten und Kompetenzen, Beachtung der eigenen Zeitressourcen, Unterstützung durch Hauptberufliche. Wichtige inhaltliche Schwerpunkte waren: Kinder- und Jugendarbeit, Positionierung als Kirche in gesellschaftlichen Fragen, Kirche in Karlsruhe erfahrbar machen, sich im Glauben stärken, Kirchenmusik u.a..
Bei einem „Markt der Möglichkeiten“ gab es einen regen Austausch, Fragen und Antworten und schon erste neue Ideen für die Arbeit im Pfarrgemeinderat, im Stiftungsrat, in den Gemeindeteams, Sachausschüssen und Projektgruppen.

Und am Ende wurde „Ich bin dabei?“ für einige Neue zu einem entschiedenen „Ich bin dabei!“ - Vielen Dank dafür!

Annette Bernards

Gut 80 Besucher feierten Weihnachten in ULF

Bei der Weihnachtsfeier in Unserer Lieben Frau erfreuten sich gut 80 Besucher am Programm und am anschließenden Essen.

Gemeinsam gesungene Weihnachtslieder, der Besuch der Sternsinger, eine vorgetragene Weihnachtsgeschichte, Lieder - vom Kirchenchor gekonnt dargeboten - und ein durch die Laienspielschar vorgelesenes Hirten-Weihnachtsspiel waren Programmpunkte der traditionellen Weihnachtsfeier im Canisiushaus am Sonntag, 05. Januar 2020.

Anschließend servierte das Cani-Küchenteam vier verschiedene Speisen und Getränke. So saß man gemütlich zusammen, unterhielt sich und ließ die Weihnachtsfeier gemütlich ausklingen.

Ökumenisches Hausgebet

Etwas mehr als 30 Beter kamen zum Ökumenischen Hausgebet am Montag, 09. Dezember 2019, ins Canisiushaus.

In den unteren Saal des Canisiushauses lud das ULFer Gemeindeteam zum Ökumenischen Hausgebet ein. Danach gab es den traditionellen Dambedei und Getränke. Mit Texten und gemeinsam gesungenen Liedern - vorbereitet vom Gemeindeteam - schloss sich eine Adventsfeier an. An der Orgel und Geige begleiteten Stefan Ritter und Wolfgang Hannemann die Lieder und trugen weitere Musikstücke vor.

Woche der Stille im Haus Lavigerie

Im November fand zum zweiten Mal die Woche der Stille in Karlsruhe statt; zwei Veranstaltungen davon im Haus Lavigerie.

Im Rahmen der Woche der Stille fanden im Haus Lavigerie, dem interkulturellen und interreligiösen Begegnungszentrum, zwei Veranstaltungen statt.

Am Sonntag, 3. November, trafen sich Christen und Muslime zu einem Friedensgebet und zu einer gemeinsamen Stille. Im Anschluss daran gab es die Möglichkeit zum Austausch an einem reichlich gedeckten Tisch. Das Essen wurde von einigen Teilnehmerinnen zubereitet, die aus verschiedenen Ländern kamen.

Am Montag, 4. November, fanden sich Buddhisten und Christen in der Kapelle des Hauses Lavigerie ein. Eine Atemmeditation führte die Teilnehmer in die Stille. Bei einer Tasse Tee, Kaffee und Gebäck gab es danach Gelegenheit, sich näher kennenzulernen und auszutauschen.

Besuch im Haus Lavigerie

Eine Gruppe Junger Erwachsener aus der Seelsorgeeinheit Waldbronn-Karlsbad war im Haus Lavigerie zu Gast.

Auf Anfrage von Herrn Pfarrer Torsten Ret hieß die Gemeinschaft Lavigerie am 24. November eine Gruppe von sieben jungen Erwachsenen im Haus Lavigerie willkommen. Nach dem Willkommensgruß hatten Alle die Möglichkeit sich vorzustellen. Die Jungen Erwachsenen hörten mit Staunen wo und für wie viele Jahre die Mitglieder der Gemeinschaft Lavigerie in verschiedenen Ländern Afrikas und teilweise auch Asiens gelebt und gewirkt hatten.

Die Gemeinschaft Lavigerie hörte mit Interesse, wie diese jungen Menschen, teilweise noch im Studium, andere schon berufstätig, sich dieser Gruppe angeschlossen haben um sich mit Gleichaltrigen zu treffen, denen ihr Glaube wichtig ist und die sich auch aktiv in ihren Gemeinden einbringen. Pfarrer Ret startete mit dieser Gruppe, als er wahrnahm, dass es keine Angebote für junge Erwachsene nach der Firmung gab. Die Gruppe trifft sich seither jeden Monat und plant Aktivitäten.

Mit Hilfe einer Powerpoint stellte die Gemeinschaft Lavigerie ihren Gründer, Kardinal Lavigerie und sein und ihr Verständnis von Mission heute vor. 

Die Gemeinschaft Lavigerie ist die erste Gemeinschaft in der "Weiße Väter" und "Weiße Schwestern" (Spitznamen zurückzuführen auf die ursprüngliche weiße Ordenstracht) zusammen leben, beten und arbeiten. Ihr offizieller Name ist "Gesellschaft der Afrikamissionare " und "Missionsschwestern Unserer Lieben Frau von Afrika ".

Gebetgedenken im Haus Lavigerie

Im Haus Lavigerie haben Menschen unterschiedlicher Religionen für diejenigen gebetet, die auf der Flucht gestorben sind.

Am 17. November trafen sich Menschen unterschiedlicher Religionen im Haus Lavigerie, um für Menschen, die auf ihrem Fluchtweg gestorben sind, im Gebet zu gedenken.

Eine neun Meter lange Rolle, teilweise aufgerollt, stand im Mittelpunkt. Sie ist eine verlässliche aber natürlich unvollständige Liste mit Todesopfern, die seit 1993 auf der Flucht nach Europa waren.  Sie umfasst mittlerweile mit oder ohne Name über 36000 Menschen, gesammelt von der Organisation UNITED gegen den Tod von Geflüchteten, ein Zusammenschluss von 550 Netzwerken aus 48 Ländern, lokalen Experten, Journalisten und Forschern im Feld der Migration.

Flötenmusik schaffte eine Atmosphäre der Stille. Nach dem Willkommensgruß, wurde ein von einem afghanischen Geflüchteten verfasstes Gedicht, vorgetragen, das die Erfahrung der Flucht schildert. Nach einer Zeit der Stille wurden Namen und die Todesursache auf der Flucht Verstorbener stellvertretend für jedes Jahr vorgelesen, unterbrochen von den Worten "Sei neben mir und sieh was mir geschehen ist". An dieser Stelle wurde auch eine Kerze für die Verstorbenen eines jeden Jahres angezündet. Dann beteten Vertreter des Buddhismus, der Christen, des Islams und der Bahai ein ihrer Religion entsprechendes Gebet. Zum Abschluss wurden alle, die mochten, eingeladen das Gebet, das von Papst Franziskus bei seinem Besuch in Lesbos gesprochen wurde, mitzubeten. Nach diesem tiefergreifenden Gebet, konnte man sich bei einer Tasse Tee, noch kennenlernen und austauschen.