Rückblicke

Manchmal ist es gut zu wissen, was man verpasst hat...

Einweihung Carl-Degler-Platz

Nach dem Familienzentrum am Pfarrfest St. Peter und Paul wurde am Erntedank Sonntag der neu entstandener Carl-Degler-Platz gesegnet.

Zwischen Pfarrhaus, Kirche und Kinder- und Familienzentrum öffnet sich der neue Platz. Vom Gemeindeteam St. Peter und Paul kam der Vorschlag, diesen Platz nach dem ersten Pfarrer der Nachkriegszeit zu benennen: Carl Degler. Wie er damals mit vielen Helfern die Gemeinde und die Kirche aufgebaut hat, regt dieser Platz an, weiter am Gemeindeaufbau zu arbeiten.

Der Platz ist ein Knotenpunkt auf dem gesamten Areal. Oft läuft man einfach drüber, um von der Kirche ins Gemeindezentrum oder vom Familienzentrum zum Pfarrhaus zu kommen. Die Steinstufen vor der Sakristei laden einem ein, sich auch mal hinzusetzten und zu Ruhe zu kommen und die Oktober Sonne zu genießen. Dass der Platz auch ein Begegnungsraum ist, zeigte sich schon am Pfarrfest und beim Agapefest nach dem Erntedankgottesdienst.    

Kinder- und Familienzentrum Canisiushaus eröffnet

Am Freitag, 28.09.2018, wurde das von der Seelsorgeeinheit Karlsruhe Allerheiligen getragene „Kinder- und Familienzentrum Canisiushaus“ eingeweiht.

P1240376.kl.jpgDer Einladung folgten an dem vom Wetter begünstigten Freitag viele Interessierte. Sie erfreuten sich an den Darbietungen der Kinder, lauschten der Begrüßung von Pfarrer Zerrer und verfolgten den lebendig vorgetragenen Dialog über die verschiedenen aufgesetzten Hüte der Leiterin des Familienzentrums, Eva Rüdiger, der Leiterin der Kindertagesstätte, Jasmin Kunz-Kiecherer, des Vorstandsmitglieds des Canisiushausvereins, Philip Kögele, und des zuständigen Pastoralreferenten, Peter Bitsch.

Nach dem von Kindern und Besuchern gemeinsam gesungenen Mitmachlied „Mein Hut, der hat drei Ecken“ konnten die verschiedenen Aktivitäten des Festes besucht werden. Dabei kamen viele Besucher miteinander ins Gespräch.

Fotos: Bernhard Kuhn

Eva Maria Plaschka verstorben

Am Freitag, den 27.07.2018, verstarb unsere frühere Mesnerin, Frau Maria Plaschka, im Alter von 88 Jahren.

Sie übernahm von 1969 bis 1976 in St. Bonifatius ehrenamtlich die Mesnervertretung.

Von 1977 an war sie die allein verantwortliche Mesnerin, zunächst bis 1981 ebenfalls unentgeltlich, ab 1982 bis zu ihrem Ruhestand Ende 1996 als hauptberufliche Mitarbeiterin.

Auch nach ihrem altersbedingten Ausscheiden aus dem Dienst half sie noch mehrere Jahre im Urlaubs- und Krankheitsfall als Vertretung aus. Für Frau Plaschka war ihre Arbeit nicht Beruf, sondern Berufung. Die Kirche war immer blitzblank bis in die hintersten Ecken und liebevoll mit Blumen geschmückt. Durch ihre mütterliche Art wurde sie von den Kindern und Jugendlichen im Ministrantendienst sehr geschätzt.

Waffeln und Interviews beim Caritas-Sonntag

Im Anschluss an den lebhaften Gottesdienst zum Caritas-Sonntag gab es in Herz Jesu eine Aktion mit Begegnung, Informationen und Gesprächen zum Jahresthema „Jeder Mensch braucht ein Zuhause“.

Der diesjährige Caritas-Sonntag wurde in unserer Seelsorgeeinheit mit zwei Gottesdiensten begangen, die am Samstag, 29.09 um 18:30 Uhr in St. Konrad und am Sonntag, 30.09. um 9:30 Uhr in Herz Jesu gefeiert wurden.  Diese standen unter dem Caritas-Jahresthema „Jeder Mensch braucht ein Zuhause“ und wurden vom Sozialausschuss Allerheiligen vorbereitet.

Am Sonntagmorgen waren Kinder aus dem Kinder- und Familienzentrum Sonnensang an der Gottesdienstgestaltung beteiligt. Anschließend ging es auf dem Vorplatz der Herz-Jesu-Kirche und dem Kindergartengelände weiter. Die Kinder konnten ihre „Traumwohnung“ malen, während Mitarbeiter/innen des Beratungszentrum Caritashaus die Erwachsenen zum Thema interviewten (Auswertung hier). Denn: „In Deutschland fehlen 1 Million Wohnungen“, wie die Caritas bundesweit propagiert.

Dank des  angenehmen Spätsommerwetters, leckeren Waffeln, Heiß- und Kaltgetränken wurde die Gelegenheit zu Begegnung, Austausch und Auseinandersetzung mit einem überaus aktuellen Thema gut angenommen.

Gute Resonanz beim Tag des offenen Denkmals

In die Liebfrauenkirche kamen am 09. September 2018 mehr interessierte Zuhörer zu den Führungen als in den Jahren zuvor.

Die beiden Kirchenführungen in der Kirche Unserer Lieben Frau wurden von rund 35 Zuhörern besucht. Fragen aus dem Zuhörerkreis, aufmerksames Verfolgen der Geschichte der Kirche mit eingestreuten Anekdoten, interessiertes Betrachten der gezeigten Fotos und anschließende bereichernde Gespräche bezeugten, dass die Führungen gut ankamen und die Erwartungen der Zuhörer erfüllt wurden. Orgelstücke - gekonnt gespielt von Stefan Ritter - lockerten die Führungen auf und sorgten dafür, dass die Bilder und Informationen verarbeitet werden konnten.

Internationale Ministrantenwallfahrt nach Rom

48 Ministrantinnen und Ministranten aus Allerheiligen waren mit dabei.

P1070550-CMYK.pngVon Sonntag, 29. Juli bis Samstag, 04. August fand die internationale Ministrantenwallfahrt nach Rom statt. Tausenden Ministrantinnen und Ministranten aus der ganzen Welt pilgern nach Rom - 48 Ministrantinnen und Ministranten aus Allerheiligen. Einer von den Rückkehrern ist Martin Seyfer. Er erzählt, wie er diese Reise erlebt hat:

Unsere Romwallfahrt startete am Sonntag, den 29. Juli morgens, um 11.30 Uhr mit dem Aussendungsgottesdienst in St. Stephan durch Pfarrer Achim Zerrer und unserem lieben Kaplan Norbert Nutsugan. Um 19.00 Uhr stiegen wir am Gutenbergplatz in den Bus und kehrten am Samstag, den 04. August um 11.30 Uhr am Haydnplatz zurück.

Die Romwallfahrt stand unter dem Motto: „Suche Frieden und jage ihm nach“. Die Erfahrungen und Erlebnisse, die wir in Rom gemacht haben, reichten vom inspirierenden Eröffnungsgottesdienst mit Weihbischof Dr. Michael Gerber und dem Diözesanjugendseelsorger Christian Müller, zur Papstaudienz über die Besichtigung vieler eindrucksvoller Kirchen und Museen bis hin zu dem tollen Gespräch mit unserem Weihbischof und dem mitreißenden Abschlussgottesdienst durch unseren Erzbischof Stephan Burger.

Diese Highlights, die durch viel Laufen, viele Begegnungen und sehr viel Hitze geprägt waren, kann uns keiner nehmen. Eine Woche voller Spiritualität, schönen gemeinsamen Gebeten am Morgen mit Norbert und vielen unvergesslichen Abenden bei unserem großzügigen Lieblingsitaliener „da Simone“ liegen hinter uns. Die Party, die uns das Hotel genehmigte, sei hierbei nicht vergessen, die mit einem großzügigen Öffnen der Dachterrasse ihren Höhepunkt erreichte.

Ich wünsche mir, dass wir auf diese wertvollen Erfahrungen zurückgreifen können, dass wir daraus Kraft für unser Handeln und Wirken im Alltag schöpfen können - für uns und für unsere Mitmenschen. Dank sei Gott für diese, unsere gemeinsame, wertvolle Pilgerreise nach Rom.“ (Martin Seyfer)

Info

Was bedeutet „pilgern“ und „wallfahren“:

„Pilgern heißt sich auf den Weg machen zu einem heiligen Ort, der eine größere Nähe zu Gott verspricht. Die Tradition des Pilgerns zu wichtigen religiösen Zentren gibt es in allen Religionen. Die Erfahrung gläubiger Menschen, auf bestimmten Wegen oder an besonderen Orten die Nähe Gottes in besonderer Weise zu erleben hat den Jahrtausende alten Brauch des Pilgerns begründet.  Das Wort „pilgern“ kommt vom Lateinischen „pergere“ bzw. „per agere“ und bedeutet ursprünglich „jenseits des Ackers“ oder „in der Fremde“.  Pilgern heißt also „unterwegs sein“, „wandern“, „in der Fremde sein“. Diese Bedeutungen erschließen den tieferen Sinn des Pilgerns: Pilgern beschreibt eine Grundhaltung des Menschen, denn als Menschen sind wir immer unterwegs, immer auf der Suche. In diesem Sinne ist Pilgern eine religiös motivierte Reise, die in mancher Hinsicht mit einer Wallfahrt vergleichbar ist. Trotz vieler Berührungspunkte unterscheiden sich Pilgerreise und Wallfahrt: Während bei einer Wallfahrt Anliegen, Ziel und Dauer im vornhinein festliegen, sind es beim Pilgern die Erfahrungen und Erlebnisse unterwegs, die die Pilgerreise attraktiv machen.“

Quelle: www.katholisch.de

 

 

Gemeinsamer Gottesdienst im APZ St. Anna

Den Sonntagsgottesdienst am 22. Juli 2018 feierte die Pfarrei Unserer Lieben Frau im APZ St. Anna.

Zum gemeinsamen Gottesdienst trafen sich die ULFer und die Bewohner/-innen des Alten- und Pflegezentrums im Hof von St. Anna.

Nach einem gemeinsamen Gottesdienst in der Kirche Unserer Lieben Frau im April 2018 kam die Pfarrgemeinde nun ins Annahaus. Bei schönem Wetter feierte man den Gottesdienst, den der Kirchenchor musikalisch gestaltete. Anschließend wurden alle zu Kaffee, Kuchen und Getränken eingeladen.

Eine frühere Tradition wurde wieder aufgegriffen und mit Leben erfüllt.

Fotos: Bernhard Kuhn

Betriebsausflug

Am 6. Juli steuerten die hauptberuflichen Angestellten der Seelsorgeeinheit bei ihrem Betriebsausflug die Europa-Metropole Straßburg an.

Der Betriebsausflug ist für Sekretärinnen, Pastoral- und Gemeindereferenten, Mesner und Hausmeister und die Reinigungskräfte eine beliebte Aktion im Jahreskalender. Man lernt dabei die anderen Angestellten besser kennen, die ihren Arbeitsschwerpunkt in anderen Pfarreien der Seelsorgeeinheit haben.

Nach staunenden Blicken auf die Fassade des Straßburger Münster und dem obligatorischen Flammenkuchen-Mittagessen ging es zu Fuß eine halbe Stunde am Ufer des Ill entlang zum Europaparlament. Eine Führung durch Europas größten Sitzungssaal machte die Arbeit der 751 gewählten Europaabgeordneten plastisch.

Christine Dehmel machte zu Beginn des Ausflugs deutlich, welchen Stellenwert die deutsch-französische Freundschaft nach zwei Weltkriegen und alter „Erzfeinschaft“ für den Frieden in Europa hat.

Weide musste gefällt werden

In der Außenanlage im Canisiushaus musste eine Korkenzieherweide gefällt werden.

P1240182.kl.jpgDie um 1987 von Hans Sauter am Zaun zum Grünstreifen gepflanzte Korkenzieherweide war vom Schädling Weidenbohrer und einem Pilz befallen. Dadurch war die Standfestigkeit des zu einer ansehnlichen Höhe gewachsenen Baumes nicht mehr gewährleistet. Unsere Gartenbaufirma erhielt schnell die Fällgenehmigung von der Stadt und fällte am Samstag, 07. Juli 2018, die Weide.

Fotos: Bernhard Kuhn

Es ging rund auf dem Pfarr- und KiTa-Fest in ULF

Am Wochenende, 23. und 24. Juni 2018, feierten wir das 75. Pfarrfest.

Tatsächlich schon wieder ein Jubiläum in ULF! Seit 1927 werden in der Südstadt Pfarrfeste gefeiert. Zunächst fanden diese im "alten" Canisiushaus in der Marienstraße statt. Seit 1967 steigen die Feste im "neuen" Canisiushaus in der Augartenstraße. Ab 2016 laden die Pfarrgemeinde und die Kindertagesstätte Canisiushaus gemeinsam zum Pfarr- und Kita-Fest ein.

Unser starkes Helferteam war von donnerstags an zunächst mit dem Aufbau beschäftigt, am Montagabend war die Arbeit dann getan und alles wieder abgebaut und aufgeräumt. Eine starke Leistung, die nur mit weit über hundert ehrenamtlichen Helfern zu leisten ist. In der heutigen Zeit alles andere als selbstverständlich - vielen Dank an alle, die Ihren Teil zum Gelingen beigetragen haben. Am Freitag standen wir dann auf einmal vor Problemen bei der Logistik der Getränkeversorgung. Mit viel Nerven, Improvisationstalent und der Unterstützung von befreundeten Handwerkern und Wirten bekamen wir auch dies in den Griff. In der Südstadt hilft man sich.

Mit der Eröffnung durch den Chor unserer KiTa lief dann alles rund. Und rund ging es dann auch zu auf dem Fest: Das Kinderkarussell dreht seine Runden. Die Kinder auf der Spielstraße ebenfalls. Das Kinderfest und Kinderschminken wurde von den Teams unserer KiTas organisDSC00169gkl.jpgiert. Und unser Kasperle erlebte seine Abenteuer rund um die Welt. Die Losverkäuferinnen für die Tombola zu Gunsten unserer KiTa machten Ihre Rundgänge. Pizza, Eis, Kuchen, Zuckerwatte, Wurst, Rouladen, Russische Eier…  Verpflegung durch das Cani- und Bierpfützteam, immer wieder eine runde Sache. Die Pfadfinderinnen sorgten mit Ihrer Eisbar für eine leckere Abkühlung. Und egal ob an der Bierpfütz oder an der Bar. Die ein oder andere Runde wurde ausgegeben. Live-Musik rundete das Festvergnügen ab. An beiden Tagen unterhielt Helmut Ullrich mit Kaffeehausmusik die Gäste, die sich Kaffee und Kuchen schmecken ließen. Am Sonntagmittag spielten All Of Three und das Akkordeon-Orchester Bernd Steinbrenner von der Terrasse der Krippe. Und dann war es in der Nachspielzeit doch noch passiert: Das Runde landete im Eckigen. Das Zelt tobte. Ein letztes Mal bei der WM, dass die deutschen Fans jubeln durften, wie sich bald zeigen sollte.

Während des Festes wurden auch einige Getränkegutscheine eingelöst. Diese hatten wir an unsere Nachbarn verteilt. Auch die Neuzugezogenen in der Südstadt erhalten einen solchen Gutschein. So ein Fest bietet eben gute Gelegenheiten, sich kennen zu lernen. Nicht nur für die Schatzsucher, die Ihren Gottesdienst auf dem Festgelände feierten, gab es etwas zu entdecken. Falls Sie nicht da waren, kommen Sie doch einfach nächstes Jahr, wenn es wieder rund geht, auf dem Pfarr- und KiTa-Fest in ULF.

Fotos: Ottmar Huber

10 Jahre Chorleiter in ULF

Sein 10-jähriges Jubiläum konnte im Juli 2018 Peter-Michael Schmalstieg als Chorleiter begehen.

DSC00288.kl.jpgAm Dienstag, 03. Juli 2018, überreichte während der Chorprobe der Vorstand des Kirchenchores Unserer Lieben Frau, Frau Nicolette Wolf, dem Chorleiter Peter-Michael Schmalstieg eine Urkunde zum 10-jährigen Dienstjubiläum. Seit Juli 2008 leitet Herr Schmalstieg den Kirchenchor und hat mit seiner Arbeit den recht kleinen Chor zu einem erstaunlich präzise singendem und kräftig klingendem Chor ausgebildet.

Fotos: Ottmar Huber

Ein Wochenende im Kloster in Münsterschwarzach

Immer wieder kam in den vergangenen Jahren im Kreis der „Jungen Erwachsenen“ der Gedanke auf, einmal gemeinsam für ein Wochenende in ein Kloster zu fahren.

Nachdem die Umsetzung dieser Idee bisher immer an Terminproblemen gescheitert war, nahmen wir uns dieses Jahr fest vor, sie endlich zu realisieren. Unsere Wahl fiel auf Münsterschwarzach, und am Wochenende nach Pfingsten ging es dann nach etlichen Doodle-Umfragen, ersten Planungen und Umplanungen endlich los!

Wir wurden mit so gutem Wetter gesegnet, dass schon der erste Abend trotz Berufstätigkeit am Vormittag und einer Anreise von 3 Stunden zu einem Spaziergang einlud. Zu diesem Zeitpunkt hatten wir den Tagesablauf, der in Münsterschwarzach durch die Stundengebete gegliedert ist, noch nicht wirklich realisiert. Im Laufe des Wochenendes wurden diese jedoch auch für uns zu einem festen Rhythmus des Tages. Sie halfen uns, mit dem Leben vor Ort vertrauter zu werden und tiefer in die Spiritualität der Psalmen einzutauchen. Unser eigenes Programm, das wir uns im Vorfeld überlegt hatten, wie beispielsweise den biblischen Austausch zum Sonntagsevangelium oder eine zweistündige Wegstrecke mit Stationen und meditativen Erfahrungen, musste mit etwas mehr Flexibilität als erwartet dazwischen seinen Platz finden.

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Ganz besonders fiel uns die Gelassenheit und die Herzlichkeit auf, mit der wir als Gäste in das Leben der Abtei eingebunden wurden. Stimmte etwas mit dem Zimmer oder ein Detail der Buchung nicht, fand sich schnell ein Weg, so dass wir uns um nichts sorgen mussten. Außerdem band uns Pater Adam, der an diesem Wochenende für unseren Speiseraum verantwortlich war, auf eine besondere Weise in die Gemeinschaft ein: Er war sehr aufgeregt, weil der gebürtige Amerikaner zum ersten Mal eine Predigt auf Deutsch und noch dazu während der beiden Hauptmessen hielt. Ohne Scheu ließ er uns im Vorfeld an seinen Bedenken teilhaben, so dass wir am Sonntag so aufmerksam wie selten einer Auslegung des Evangeliums lauschten.
Des Weiteren hatten wir ein sehr aufschlussreiches Gespräch mit Pater Udo, der uns mit humorvollen Kommentaren über die Entstehung der Stundenbücher sowie witzigen Anekdoten über das Zusammenleben der Brüder dennoch sehr ernsthafte Einblicke in das Leben einer Ordensgemeinschaft im Allgemeinen und der in Münsterschwarzach im Besonderen gab. Offen konnten wir alle Fragen stellen und erfuhren in dem etwa zweistündigen Gespräch viel darüber, was „hinter den Kulissen“ stattfindet, um diese große Einrichtung am Laufen zu halten und dabei gleichzeitig eine christliche Lebensweise auf allen Ebenen des Alltags zu verwurzeln – in der Verwaltung genauso wie in der Schule, in der Landwirtschaft und im Zusammenleben der Menschen, die sich an diesem Ort begegnen.

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Neben den positiven Erfahrungen bezüglich des Klosterlebens auf Zeit konnten wir die Gemeinschaft in der Gruppe genießen. Auch wenn wir uns aus dem Alltag weniger vertraut waren, übernahm jeder seine Verantwortung, um das Wochenende entsprechend zu gestalten. Dadurch entstand unter uns eine sehr angenehme Atmosphäre und wir lernten uns besser kennen. Ein besonderes Highlight stellte hierbei ein weiterer abendlicher Spaziergang durch ein nahegelegenes Labyrinth dar, welches die Schüler des auf dem Gelände befindlichen Gymnasiums angelegt haben. Spontan liefen wir schweigend die verschlungenen Pfade, um uns in der Mitte um eine Rose zu versammeln und neben der Erörterung des philosophischen Sinns eines Labyrinths den Gedanken über das Leben freien Lauf zu lassen.

Wir hoffen, dass alle, die dieses Mal nicht dabei sein konnten, Lust bekommen haben, ein weiteres Wochenende im Kloster zu verbringen. Nach unserer Erfahrung würden wir nämlich sagen: Es lohnt sich, diese Auszeit vom Alltag bewusst zu nehmen und trotz vieler Aufgaben, Gedanken und Verantwortungen zu Hause dennoch dabei zu sein!

„In der Südstadt bin ich daheim“

... das sagte oft Sr. M. Justa. Jetzt starb sie im Alter von 99 Jahren.

'"In der Südstadt bin ich daheim", das konnte sie schmunzelnd sagen‘, so wurde es im Nachruf auf Sr. M. Justa beim Requiem in Gengenbach am 30. Mai berichtet. Sie verstarb im Alter von 99 Jahren und im 68. Jahr ihrer Profess in der Nacht auf Samstag, 26. Mai 2018, im Haus Bethanien in Gengenbach.

In der Südstadt war sie bekannt; war sie doch fast 40 Jahre(!) in unserer Mitte und hat viele Generationen von Kindern im Kindergarten betreut. Im März 1963 kam sie als Kindergartenleiterin ins „alte“ Canisiushaus und musste dort unter erschwerten Bedingungen leben und arbeiten. Da das Canisiushaus im Krieg größtenteils zerstört und das Dach der Schwesternwohnung nicht mehr ganz dicht war, musste sie mit ihren Mitschwestern immer wieder bei starkem Regen den Schirm in der Wohnung aufspannen. Aber im Januar 1966 konnte Sr. Justa mit dem Kindergarten endlich ins „neue“ Canisiushaus umziehen. Bis August 1988 – 25 Jahre – war sie Leiterin des Kindergartens. Zusammen mit Sr. Augustina und der Oberin Sr. Alkantara wohnte sie bis April 1978 auch im Canisiushaus. Krankheitsbedingt musste Sr. Alkantara Karlsruhe verlassen, so dass Sr. Justa ins Bernhardushaus zog, wo sie noch bis Mai 2002 lebte. Sr. Justa meisterte ihre Aufgabe als Leiterin trotz vielfältiger Anforderungen - wie mangelndem Personal und der Aufgabe, viele ausländische Kinder zu integrieren - dank ihrer engagierten, geradlinigen und humorvollen Art. Immer wieder beeindruckte sie mit verschmitztem Lächeln und hintergründigen Sprüchen. Sr. Justa arbeitete viel mit Eltern, die an Fastnacht und anderen Anlässen zum Feiern ins Cani eingeladen wurden. Erntedank und Weihnachten waren Anlässe, mit den Kindern zu feiern und wunderbare Programmpunkte mit ihnen vorzubereiten und aufzuführen.

Nach der Auflösung der Schwesternhäuser der Franziskanerinnen vom göttlichen Herzen Jesu in der Südstadt verbrachte sie ihren Lebensabend im Haus Bethanien in Gengenbach. Am 10. Oktober 2015 durfte Sr. M. Justa dort ihr 65-jähriges Professjubiläum feiern. Ihre letzten Jahre waren geprägt von schwerer Krankheit. Neben fehlender Erinnerungen führten schmerzende Durchblutungsstörungen dazu, dass ihr vor fast einem Jahr ein Fuß abgenommen werden musste.

Fair-Trade-Projekt

Die Seelsorgeeinheit Allerheiligen stellt bis Ende 2018 ihren gesamten Einkauf für alle Gruppierungen, Pfarrhäuser und Gemeindezentren auf Fair-Trade-Produkte um.

Mit diesem Schritt reagiert die Seelsorgeeinheit auf die Initiative der Erzdiözese Freiburg mit ihrem Projekt „Fair. Nah. Logisch.“ Fair gehandelte sowie weitestgehend ökologische und regionale Produkte bekommen künftig in allen Pfarreien von Allerheiligen den Vorzug. Ins Rollen gebracht hat das Fair-Trade-Projekt der Pfarrgemeinderat. Im November vergangenen Jahres hatte er bei einer Klausurtagung einstimmig die Weiterarbeit an diesem Thema empfohlen. Eine Arbeitsgruppe des Pfarrgemeinderates hatte sich für dieses Thema stark gemacht: „In dieser Sitzung wurde deutlich, dass hier auch unsere Glaubwürdigkeit als Christinnen und Christen angefragt ist, da es uns schlecht zu Gesichte steht, wenn wir fleißig Spenden für die Schwellenländer sammeln gleichzeitig aber nicht auf fair gehandelte Ware achten.“, so Gemeindereferentin Christine Dehmel.

Mit „Fairer Handel“ ist ein kontrollierter Handel gemeint, bei dem den Erzeugern für die gehandelten Produkte meist ein von den Fair-Trade-Organisa-tionen unterschiedlich bestimmter Mindestpreis bezahlt wird. Damit soll den Produzenten ein höheres und verlässlicheres Einkommen als im herkömmlichen Handel ermöglicht werden. Zur Weiterarbeit an diesem Projekt hatten sich Ehrenamtliche aus dem Pfarrgemeinderat sowie Gemeindereferentin Christine Dehmel bereit erklärt. Darüber hinaus haben Mitglieder des Perukreises und der beGEISTerten Christen sowie einzelne Interessierte ihre Unterstützung am Projekt zugesagt. An der konkreten Umsetzung wird nun gearbeitet. Geplant ist ein zentraler Einkauf für die  gesamten Seelsorgeeinheit. Der Verbrauch wird über die Pfarrbüros abgerechnet werden.

Bisher beziehen alle Gruppierungen der Pfarreien selbst und nur teilweise Fair-Trade-Kaffee und -Tee. In den Pfarreien Unsere Liebe Frau, Herz Jesu und St. Stephan ist fairer Handel schon längere Zeit umgesetzt. In Herz Jesu und St. Stephan finden außerdem Verkäufe von fair gehandelten Produkten zugunsten der Peru-Partnerschaften statt.

Unterstützt wird das Fair-Trade-Projekt von der Erzdiözese Freiburg. Sie wirbt bei ihren Seelsorgeeinheiten, Einrichtungen, Gruppen und Verbänden dafür, fair gehandelte Waren zu verwenden. Der Arbeitsbereich „Fair-Trade-Diözese“ setzt  das Projekt „Fair. Nah. Logisch.“ um. Das Projekt wurde 2016 durch den Diözesanrat und Erzbischof Stephan Burger ins Leben gerufen. Ziel ist es, dass 80 % der Einrichtungen, Kirchengemeinden und Verbände in der Erzdiözese bis 2020 mit der Umsetzung der Projektkriterien beginnen und Lebensmittel nach fairen, regionalen und wenn möglich ökologischen Kriterien beschaffen.

Bildquelle: C.Nusch, pfarrbriefservice.de

 

 

 

Kita St. Lioba

Im Rahmen des Pfarrfestes in St. Bonifatius wurde im vergangenen Oktober auch das 90-jährige Bestehen der Kita St. Lioba gefeiert...

Zu diesem Jubiläum organisierte der Elternbeirat eine Tombola. Diese wurde ein großer Erfolg, dank der Gutscheine und Sachspenden von zahlreichen Geschäften aus der Weststadt, der engagierten Elternschaft und der vielen Loskäufer.

Mitte April konnte den Kindern damit der Besuch des Theaterstückes "Kasperle und das Zauberhuhn" ermöglicht werden. Zwei professionelle Puppenspielerinnen, beides Absolventinnen der renommierten Berliner Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“, führten im Bonifatiushaus eine herrlich-wunderbare Mischung aus klassischem Kasperletheater, Schauspiel und musikalischen Einlagen auf. Den beiden Puppenspielerinnen ist es sofort gelungen, das junge Publikum mitzureißen.