Institutionelles Schutzkonzept

Kirche soll ein Ort sein, an dem sich Menschen sicher und wohlfühlen; besonders Kinder, Jugendliche und erwachsene Schutzbefohlene. Die Präventionsordnung der Erzdiözese von 2015 sieht verschiedene Maßnahmen vor, um dieses Ziel zu erreichen: Mitarbeiter müssen erweiterte Führungszeugnisse vorlegen und Erklärungen zum grenzachtenden Umgang | Verhaltenskodex unterzeichnen etc. Und: Jede Kirchengemeinde muss ein „institutionelles Schutzkonzept“ entwickeln.

Was ist ein Institutionelles Schutzkonzept?
Ein institutionelles Schutzkonzept für eine Kirchengemeinde basiert auf einer sogenannten Risikoanalyse. Die Kirchengemeinde schaut genau hin, wo in ihrer Institution auf welche Weise mit Schutzbefohlenen gearbeitet und umgegangen wird. Daraus entwickelt sie Maßnahmen und Standards, um diese Arbeit weiterhin gut und im Sinne einer Kultur der Grenzachtung und Achtsamkeit zu machen. Ergänzt wird diese Grundlage durch Bausteine wie klar definierte Beschwerdewege, den Einbezug eines Beratungsnetzwerkes etc. Das alles ist schließlich schriftlich zu fixieren und durch eine gute Öffentlichkeitsarbeit zu begleiten.

Anfang 2017 haben in den Dekanaten der Region Mittlerer Oberrhein - Pforzheim entsprechende Schulungen mit dem Präventionsbeauftragten der Erzdiözese Freiburg, Philipp Fuchs, stattgefunden. Seither haben einige Seelsorgeeinheiten die „institutionellen Schutzkonzepte“ anhand der Arbeitshilfe aus Freiburg (sog. „Weißer Ordner“) erstellt. Andere sind noch nicht soweit oder gerade dabei. Diese Seelsorgeeinheiten haben nun die Möglichkeit, sich innerhalb eines Jahres begleiten zu lassen und so ein Schutzkonzept zu erstellen. Was bedeutet das konkret?

In einem Jahr zum fertigen Schutzkonzept
Innerhalb des nächsten Jahres bekommen teilnehmende Seelsorgeeinheiten Materialien zur Verfügung gestellt, die das zuständige Präventionsteam der Kirchengemeinde Schritt für Schritt durch die Erstellung des Schutzkonzeptes lotsen. Dabei handelt es sich um sehr konkrete Arbeitsaufträge, die vor Ort zu bearbeiten sind: Das Präventionsteam analysiert das Risiko potenzieller Grenzüberschreitungen in den Einrichtungen, Gruppen und Situationen in der Kirchengemeinde, setzt Standards, definiert Maßnahmen zur Risikominimierung, erarbeitet Beratungs- und Beschwerdewege und fixiert die Ergebnisse schließlich als Schutzkonzept. Dieses wird im März 2019 fertig gestellt und von jeder Seelsorgeeinheit in Freiburg zur Genehmigung vorgelegt. Parallel dazu gibt es Präsenzveranstaltungen in der Region. Dort bekommen die Teilnehmer das Vorgehen nochmals persönlich erläutert. Die Präventionsfachkraft und ihr Team stehen für Fragen zur Verfügung, geben Tipps und Informationen weiter. 

In der Seelsorgeeinheit Allerheiligen arbeitet derzeit ein Team aus haupt- und ehrenamtlich Mitarbeitenden an der Konzeptionsentwicklung, zusammen mit derPräventionsbeauftragten der Seelsorgeeinheit, Nicolet Alef. Weitere Informationen dazu finden Sie in Kürze hier. Sollten Sie Fragen haben oder weitere Infos benötigen, kommen Sie gerne auf mich zu.


Kontakt

Nicolet Alef, Gemeindereferentin
Präventionsbeauftragte der Seelsorgeeinheit gegen Missbrauch
Präventionsfachkraft der Erzdiözese Freiburg
nicolet.alef@allerheiligen-ka.de
0721 35256896