Verhaltenskodex

Erklärung zum grenzachtenden Umgang

Nicht alle Tätigkeiten in der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und erwachsenen Schutzbefohlenen erfordern ein Führungszeugnis. Das Prüfschema schafft darüber Klarheit. Die Präventionsordnung sieht aber vor, dass alle, die mit Schutzbefohlenen zu tun haben, eine Erklärung zum grenzachtenden Umgang unterschreiben. Diese beinhaltet einen Verhaltenskodex und zielt auf einen achtsamen, wertschätzenden und respektvollen Umgang miteinander. Wer sie unterschreibt, stellt sich hinter folgende Aussagen und verspricht, sich für deren Umsetzung einzusezten:

  • Kirchliches Handeln ist unvereinbar mit jeder Form von Gewalt.
  • Kinder, Jugendliche und Anvertraute brauchen Schutz.
  • Als Verantwortliche gehen wir achtsam und wertschätzend miteinander und mit den uns Anvertrauten um.
  • Wir nehmen Nähe und Distanz in unserem Arbeitsfeld immer wieder in den Blick.
  • Wir schauen bei Grenzverletzungen und Übergriffen nicht weg, sondern werden aktiv.
  • Wir hören zu, wenn Menschen sich uns anvertrauen möchten.
  • Wir kennen Beratungs- und Unterstützungsangebote.
  • Wir denken immer wieder gezielt über Vertrauens- und Autoritätsstellungen nach.
  • Wir kennen und ziehen Konsequenzen aus gewaltgeprägtem Verhalten.
  • Wir sprechen Verantwortliche an, wenn wir von sexuellem Missbrauch erfahren oder ihn auch nur vermuten.

Der Inhalt des Verhaltenskodexes ist vom Ordinariat Freiburg vorgegeben. Er kann und soll aber vor Ort erweitert und ergänzt werden durch Inhalte, die für bestimmte Arbeitsbereiche, Einrichtungen oder Organisationen wichtig sind. Die Schutzbefohlenen, um die es dabei geht, sollen dabei in passender Weise einbezogen werden.

Die Erklärungen zum grenzachtenden Umgang werden vor Ort in den Kirchengemeinden über die zuständigen Mitarbeiter eingefordert. Die unterschriebenen Dokumente werden in den Pfarrbüros abgelegt. Über die Personen, die die Erklärungen unterzeichnet haben, führt der zuständige Mitarbeiter eine separate Liste. Auch hier gelten die üblichen Bestimmungen zum Datenschutz.


Kontakt

Nicolet Alef, Gemeindereferentin
Präventionsbeauftragte der Seelsorgeeinheit gegen Missbrauch,
Präventionsfachkraft der Erzdiözese Freiburg
nicolet.alef@allerheiligen-ka.de
0721 35256896