Carl-Degler-Platz

Die KiTa mit Familienzentrum wird gut angenommen und das Gelände hat ein neues Gesicht bekommen: ganz neu ist der „Carl Degler Platz“ vor der Sakristei.

Carl Degler kam 1945 aus russischer Gefangenschaft in die verwaiste Pfarrei St. Peter und Paul nach Mühlburg. Der Stadtteil und die Kirche wurden beim verheerenden Fliegerangriff am 4. Dezember 1944 stark zerstört. Und nun sollte er den Wiederaufbau der Pfarrei leiten. So fanden ab diesem Zeitpunkt die Sonn- und Feiertagsgottesdienste im Kino „Rheingold“ statt. Am 4. Dezember 1948 wurde die Notkirche auf dem Platz, wo heute das Gemeindezentrum steht, eingeweiht. Aus Anlass des 4. Jahrestages der Zerstörung spielte der von Carl Degler gegründete Bläserchor im Rahmen einer Trauerveranstaltung zum Gedächtnis der Toten von Mühlburg. Dieser Brauch wurde noch viele Jahre danach beibehalten. Es dauerte noch bis zum 28. November 1955, bis endlich die Pfarrkirche stand. In der ganzen Bauzeit war Carl Degler öfters nur im „blauen Anton“ auf dem Gelände unterwegs. Der Stadtpfarrer (in späteren Jahren Geistl. Rat) Carl Degler in vielen Bereichen segensreich für St. Peter und Paul gewirkt.

Dafür danken wir ihm nun mit der Namensgebung des Platzes vor der Sakristei. Carl Degler verstarb am 15. November 2010 im Alter von 90 Jahren.