„Ich schau empor…“

Pastoralreferentin Antke Wollersen wechselt zur Telefonseelsorge Ortenau-Mittelbaden

Pastoralreferentin Antke Wollersen, Leiterin des „kirchenfensters“ und der Citypastoral Karlsruhe wechselt zum 01. September ihre Stelle. Sie übernimmt die Leitung der Telefonseelsorge Ortenau-Mittelbaden. Mit diesen Worten verabschiedet sie sich aus Karlsruhe und von den Menschen, denen sie begegnet ist:

„Ich schau empor…“ Mit diesem Zitat aus Psalm 121 verabschiede ich mich aus Karlsruhe und der Citypastoral. Empor zu sehen und voller Sehnsucht auf den Beistand Gottes vertrauen, das ist für mich eine gute Überschrift über meine 5 Jahre hier.

Keines der großen Projekte wie die Baustellenkrippe, Kofferausstellung oder die Kirchenhütte auf dem Weihnachtsmarkt hätte ich ohne die Gewissheit angehen können, dass ich einen Auftrag dafür habe: vom Dekan, vom Hl. Geist und von der Stadt, die zunehmend die Citypastoral in den Blick nimmt. Letztere hat uns zum Beispiel bei den Heimattagen oder der Designweek, der fairen Woche oder den Wochen gegen Rassismus angefragt und um Beteiligung gebeten.

Ich deute solche „Zufälle“ gerne als Zeichen: wenn eine Idee nicht an meinem Schreibtisch entsteht, sondern jemand auf mich zukommt und einen Vorschlag hat. Das war bei den Großprojekten so. Und auch die Mittagspause mit Bewegung oder das spirituelle Frühstück sind so entstanden. Jedes Mal kamen zum Frühstück, zur Ansprech-Bar oder den Coffee-Stops Menschen, die mit der Kirche wenig oder keine Berührungspunkte hatten. Ich sage bewusst mit der Kirche, denn mit Gott, glaube ich, haben sie welche, ob sie es so nennen oder nicht.

Viele haben offen von ihrer Sehnsucht erzählt, zum Beispiel im kirchenfenster, der Kirchenhütte oder zuletzt auf dem Hocker von „Erzähl mir was, ich hör dir zu“. Ich finde diese Orte sehr wichtig, in denen Menschen so sein können, wie sie sind und sich nicht verstellen müssen.

Von daher bleibe ich meinem Hauptanliegen treu, wenn ich jetzt in die Telefonseelsorge Ortenau-Mittelbaden wechsle und Mitverantwortung dafür übernehme, dass Menschen 24 Stunden täglich Ansprechpartner*innen finden für das, was sie bewegt oder belastet. In Karlsruhe habe ich das schwerpunktmäßig im Bereich der Verkündigung gemacht. In Offenburg widme ich mich stärker dem Grunddienst Diakonie, den Menschen mit Brüchen im Leben.

Gottes Segen und Danke für alle Begegnungen und die gute Zusammenarbeit im Seelsorgeteam, im „kirchenfenster“, bei Projekten der Citypastoral, im Glaubensweg, bei beGEISTert Christsein, auf der offerta und in den Gottesdiensten.

Antke Wollersen