Ästhetische Bildung

Ästhetische Erziehung beinhaltet die Bildung der Wahrnehmung, deren Reflektion und die daraus folgende Handlung.

Schon vom ersten Moment seines Lebens ist der Mensch auf seine Wahrnehmung angewiesen. Sie gibt ihm einen Eindruck von der Welt, die ihn umgibt. Daher sollte die Umwelt so gestaltet sein, dass der Mensch mit all seinen fünf Sinnen wahrnehmen und erleben kann. In einer zur Reizüberflutung und Erlebnisverarmung tendierenden Welt ist es wichtig, auf weite Sicht geradezu unerlässlich, den Kindern schon vom frühsten Lebensalter an elementare Erfahrungen zu ermöglichen. Diese sind, vom ersten Lebensjahr an, z.B. die Lust am Geschmack, an der Berührung, die Lust an der Gestalt, an der Überraschung, an der sinnlichen Nähe zu den Dingen und die Neugierde auf andere Welten- durch die Sinne andere und neue Welten aufzuspüren, zu entdecken, zu erproben und erfahren zu können.

Diese Wahrnehmungsübungen sind in besonderer Weise dazu geeignet, die schöpferischen Kräfte und Fähigkeiten des Kindes zu wecken. Die ersten Schritte zur Kreativität werden getan, z.B. in dem wir ein Kind eine Blume riechen, den Baum in seinen Details sehen, das Fell einer Katze streicheln lassen. Wir sollten die Kinder unserer Kinder lehren unsere Augen nicht nur zum Sehen, sondern zum Schauen, die Ohren nicht nur zum Hören, sondern zum aufmerksamen Horchen, die Hände nicht nur zum Greifen, sondern auch zum Tasten und Fühlen zu gebrauchen. So finden wir kreative Leistungen auf allen Gebieten des täglichen Lebens, die zu jeder Zeit beobachtbar sind.

Kreativität ist keine außergewöhnliche Gabe, sondern eine Grundfähigkeit eines jeden Menschen.

Ein weiterer bedeutender Baustein unserer pädagogischen Arbeit ist die Stärkung der emotionalen Intelligenz, die für die Persönlichkeitsentwicklung der Kinder grundlegend ist.