St. Peter und Paul Mühlburg

Die Pfarrgemeinde St. Peter und Paul ist eine wichtige Adresse und feste Größe im Mühlburger Umfeld. Die Kirche St. Peter und Paul besticht durch ihr betont zurückhaltend getaltetes Raumkonzept.

Kirche PuPEines der Wahrzeichen des Stadtteils Mühlburg ist zweifellos die St.-Peter-und-Paul-Kirche mit ihren markanten Doppeltürmen. Seit Weihnachten 1886 dient sie den Mühlburger Katholiken als Pfarrkirche, am 1. Januar desselben Jahres war Mühlburg in die Stadt Karlsruhe eingegliedert worden. Im Dezember wurde die Mühlburger Pfarrgemeinde von der Mutterpfarrei Daxlanden getrennt und zur Kuratie erhoben, 1899 zur 'Stadtpfarrei St. Peter und Paul Karlsruhe-Mühlburg ad Sanctos Apostolas Petrum et Paulum'. Die nach den beiden Aposteln benannte Pfarrkirche war gemeinsam mit dem dazugehörenden Pfarrhaus im Neorenaissance-Stil erbaut worden. Ihr Architekt war Adolf Williard, seinerzeit Leiter des Erzbischöflichen Bauamtes Karlsruhe. Das Pfarrhaus wurde am 04. Dezember 1944 bei einem Bombenangriff vollständig, die Kirche teilweise zerstört, die Bewohner und einige Gottesdienstbesucher kamen ums Leben.

Die Zeit des Wiederaufbaus nach 1945 hat die Pfarrgemeinde St. Peter und Paul Mühlburg nachhaltig geprägt. Pfarrer Carl Degler hat in seinem über 20-jährigen Wirken der Pfarrei ein Gesicht geben und durch seine gewinnende Art viele Menschen motiviert, sich in der Gemeinde in unterschiedlichsten Aktivitäten zu engagieren. Nicht wenige sind heute noch aktiv dabei. Aber auch seine Nachfolger konnten wichtige Akzente setzen – St. Peter und Paul eilte schon immer der Ruf voraus, dass es ein großes Reservoir an engagierten Menschen gibt – das gilt auch heute noch, wenn auch mit Einschränkungen. Und es gibt Dinge, um die andere Gemeinden St. Peter und Paul durchaus beneiden. Um den Bläserchor beispielsweise, in dem drei Generationen gemeinsam musizieren, sowohl bei speziellen Anlässen als auch bei besonderen Gottesdiensten und Prozessionen; um einen rührigen und erfolgreichen DJK-Sportverein mit unterschiedlichen Angeboten (Fussball, Volleyball und Gymnastik); um ein schönes Gemeindezentrum, das 1984 eröffnet wurde und heute dem Probenbetrieb des kirchenmusikalischen Schwerpunkts viel Raum zu Verfügung stellen kann; sehr aktive Gebetsgruppen und Bibelkreise; attraktive Programme bei der kfd und beim Altenwerk, eine stattliche und eifrige Ministrantenschar oder auch wöchentliche KJG-Gruppenstunden. Im caritativen Bereich setzen der Wohnvierteldienst und die Vinzenzgruppen wichtige Akzente. Das Pfarrfest war schon immer ein unverzichtbares Aushängeschild dafür, dass in Peter und Paul einfach „was los ist“

Ein Besuch in der Peter-und-Paul-Kirche lohnt sich durchaus. Sie ist relativ nüchtern und schlicht, hat aber – seit der Innenrenovation 2001 – noch einiges an theologischer Aussagekraft gewonnen. Das goldene Quadrat von Gabriele Wilpers 'Das himmlische Jerusalem'  bringt die Zielperspektive unseres Lebens ins Spiel, davor Christus, der Auferstandene, eine Arbeit von Seff Weidl. Interessant ist auch der Platz des Taufsteins inmitten der feiernden Gemeinde. Ein von Emil Wachter gestaltete Fensterfries an der West- und Ostseite gibt einen Gesamtüberblick über die biblische Heilsgeschichte. Die Klais-Orgel ist durchaus hörenswert und trifft beim Gottesdienst auf eine recht singfreudige Gemeinde. Die Teilnehmerzahlen sind übrigens selbst an manchem Werktag bemerkenswert.

Drei Kindertagesstätten in Trägerschaft der Kirchengemeinde Allerheiligen befinden sich im Einzugsbereich der St.-Peter-und-Paul-Pfarrgemeinde. Ökumenische Zusammenarbeit wird mit großer Selbstverständlichkeit im Stadtteil gelebt und gepflegt. So gesehen ist die Pfarrgemeinde aus diesem Karlsruher B-Zentrum einfach nicht wegzudenken.