Pilgerreise nach Rom
Lesen Sie den bewegenden Erlebnisbericht einer Reisegruppe aus Allerheiligen!
Als engagierte Mitglieder der Katholischen Arbeitnehmer Bewegung und der Seelsorgeeinheit Allerheiligen hatten wir das große Glück, gemeinsam mit fast 50 Pilgern aus der Erzdiözese eine unvergessliche Reise nach Rom zu unternehmen. Sechs unserer Gemeindemitglieder begleiteten die Gruppe, die unter der Leitung von Pfr. Erhard Bechtold und Pfr. Dr. Benedikt Ritzler stand.
Unser Ziel war es, das Heilige Jahr zu feiern, unsere Spiritualität zu vertiefen, die vier Heiligen Pforten zu durchschreiten und um Vergebung für unsere Sünden zu bitten.
Unser Ziel war es, das Heilige Jahr zu feiern, unsere Spiritualität zu vertiefen, die vier Heiligen Pforten zu durchschreiten und um Vergebung für unsere Sünden zu bitten.
Ein trauriger Auftakt
Kurz vor dem Abflug am Ostermontag erreichte uns die traurige Nachricht vom Tod unseres Papstes Franziskus. Die geplante Audienz beim Papst wurde im Vorfeld abgesagt, da sein Gesundheitszustand dies nicht erlaubt hätte. Diese Nachricht berührte uns tief und verlieh unserer Pilgerreise eine besondere Bedeutung. Überall auf unserer Reise war das Thema präsent: das Leben und Wirken des Papstes, seine Botschaft von Liebe und Barmherzigkeit sowie die offene Haltung der Kirche für „alle, alle, alle“.
Kurz vor dem Abflug am Ostermontag erreichte uns die traurige Nachricht vom Tod unseres Papstes Franziskus. Die geplante Audienz beim Papst wurde im Vorfeld abgesagt, da sein Gesundheitszustand dies nicht erlaubt hätte. Diese Nachricht berührte uns tief und verlieh unserer Pilgerreise eine besondere Bedeutung. Überall auf unserer Reise war das Thema präsent: das Leben und Wirken des Papstes, seine Botschaft von Liebe und Barmherzigkeit sowie die offene Haltung der Kirche für „alle, alle, alle“.
Ein Blick in die Vergangenheit: die Katakomben
Unsere erste Station waren die Domitilla-Katakomben, ein unterirdisches Labyrinth aus Grabkammern und Gängen, das die frühen Christen als Begräbnisstätte nutzten. Die Geschichte und Spiritualität, die in diesen engen Gängen lebendig sind, beeindruckten uns zutiefst. Die Kammern sind ein Zeugnis für den Glauben und die Ausdauer der ersten Christen, die trotz Verfolgung ihre Überzeugungen bewahrten. Hier feierten wir gemeinsam mit einer weiteren Pilgergruppe aus Bayern eine Heilige Messe.
Der Petersdom: die erste Heilige Pforte
Am zweiten Tag unserer Reise feierten wir die Messe in der Kapelle „Signora di Czestochowa della Nazione Polacca“ im Petersdom. Trotz der Aufbahrung des Leichnams des Papstes war die Atmosphäre außergewöhnlich ruhig und ergreifend. Wir durften die erste Heilige Pforte durchschreiten – ein unvergessliches Erlebnis. Anschließend besuchten wir den Campo Santo Teutonico, den Friedhof der Deutschen und Flamen, der innerhalb der Mauern des Vatikans liegt, aber kein Teil des vatikanischen Territoriums ist. Anschließend besuchten wir das Grab des Heiligen Robert Bellarmin, das zentral in der Jesuitenkirche in Rom befindet. Er war ein florentinischer Jesuit, Theologe, Kardinal und Kirchenlehrer. Am Grab des Heiligen Robert Bellarmin zu beten, bekam nach der Wahl des neuen Papstes Leo - mit bürgerlichem Namen Robert Francis Prevost – nachträglich eine besondere Bedeutung für uns.
Santa Maria Maggiore: die zweite Heilige Pforte
Am dritten Tag erkundeten wir das antike Rom mit einer Gästeführerin. Zu den Highlights zählten das Colosseum, das Forum Romanum, der Palatin und der Circus Maximus. Mittags durchschritten wir die zweite Heilige Pforte in der Basilika Santa Maria Maggiore, die Papst Franziskus besonders am Herzen liegt. Hier wurde auch die letzte Ruhestätte des Papstes vorbereitet.
Umland von Rom: Tivoli und Subiaco
Der vierte Tag führte uns nach Tivoli, wo die Villa d’Este mit ihrem Renaissancegarten zum UNESCO-Welterbe gehört. In Subiaco besuchten wir das Kloster San Benedetto, das auf den Felsen über einer
Einsiedlerhöhle erbaut wurde. Die beeindruckenden Fresken und die ruhige Atmosphäre machten diesen Tag zu einem spirituellen Höhepunkt.
Der vierte Tag führte uns nach Tivoli, wo die Villa d’Este mit ihrem Renaissancegarten zum UNESCO-Welterbe gehört. In Subiaco besuchten wir das Kloster San Benedetto, das auf den Felsen über einer
Einsiedlerhöhle erbaut wurde. Die beeindruckenden Fresken und die ruhige Atmosphäre machten diesen Tag zu einem spirituellen Höhepunkt.
Zwei weitere Heilige Pforten
Am fünften Tag unserer Pilgerreise besuchten wir die nächsten Heiligen Pforten. In der Lateranbasilika durchschritten wir die dritte Heilige Pforte. In dieser beeindruckenden, fünfschiffigen Säulenbasilika feierten wir eine Heilige Messe in der Apsis.
Unsere letzte Station war die Basilika „St. Paul vor den Mauern“, wo uns die vierte Heilige Pforte erwartete. Der Mittelpunkt des Altars ist der Sarkophag des Apostels Paulus. Über den Säulen der Basilika zieht sich
ein langes Band von 265 Medaillons mit den Portraits der Päpste – eine Legende besagt, dass Christus wiederkommt, wenn kein Platz mehr für ein weiteres Medaillon vorhanden ist. Nach diesem spirituellen Höhepunkt ging es weiter zur Piazza Navona, einem der schönsten Plätze des barocken Roms im Stadtviertel Parione. Die Römer sagen, den Tag dort ausklingen zu lassen, sei wie „Sahne für die Seele“.
ein langes Band von 265 Medaillons mit den Portraits der Päpste – eine Legende besagt, dass Christus wiederkommt, wenn kein Platz mehr für ein weiteres Medaillon vorhanden ist. Nach diesem spirituellen Höhepunkt ging es weiter zur Piazza Navona, einem der schönsten Plätze des barocken Roms im Stadtviertel Parione. Die Römer sagen, den Tag dort ausklingen zu lassen, sei wie „Sahne für die Seele“.
Teilnahme an der Trauerfeier für den Papst
Am Samstag, dem 26. April 2025, nahmen wir am Sterbeamt für Papst Franziskus teil. Etwa 150.000 Gläubige waren auf dem Petersplatz versammelt, um gemeinsam Abschied zu nehmen. Unsere geistlichen Leiter waren als Konzelebranten bei der Liturgie dabei. Diese Trauerfeier war ein historischer Moment – religiös, medial und international. Gläubige aus aller Welt, Vertreter verschiedener Religionen und hochrangige Politiker waren anwesend. Wir konnten dieses bedeutende Ereignis aus nächster Nähe miterleben, mitbeten, mitsingen und die Verdienste des Papstes würdigen. Die Schönheit der Liturgie und das Gemeinschaftsgefühl haben uns tief bewegt.
Eine Reise der Spiritualität und Gemeinschaft
Unsere Pilgerreise nach Rom war ein unvergessliches Erlebnis, das uns alle tief berührt hat. Wir haben nicht nur unsere Spiritualität vertieft, sondern auch unsere Gemeinschaft gestärkt.
Dank und Hoffnung
Wir möchten allen danken, die diese Reise möglich gemacht haben – besonders unseren Reisebegleitern und dem Erzbischöflichen Seelsorgeamt. Mit einem neuen Blick auf die Kirche kehren wir nach Karlsruhe zurück. Wir sind als Pilger der Hoffnung gegangen und als Zeugen der Hoffnung wiedergekehrt. Mit Gottvertrauen und der Hoffnung auf eine bessere Zukunft und eine gerechtere Welt wollen wir weiterhin aktiv in unseren Gemeinden und Gruppen sein.
